Familien

Jeder PTS, der es nicht schafft, den SP, der ihn zum PTS macht, entweder zu beseitigen oder sich vollkommen von ihm zu entfernen macht sich selbst einer Unterdrückenden Handlung schuldig.
– L. Ron Hubbard, HCOPL vom 23. Dezember 1965, “Suppressive Acts”

Eines der wichtigsten Verfahren, die die Scientology-Organisation verwendet, um ihre Mitglieder zu behalten, ist die “Disconnect Policy”.

Wer der Kirche beitritt wird gezwungen, sich von allen Freunden und Familienmitgliedern, die Scientology nicht befürworten, zu entfernen und alle Kontakte zu ihnen abzubrechen.

Jeder, der die Methoden von Scientology nicht befürwortet oder sich sogar gegen die Scientology-Organisation ausspricht, wird zum SP (suppressive person) ernannt, jeder, der Kontakt zu einer solchen Person hat, ist ein PTS (possible trouble source), ein “möglicher Unruhestifter”.
Wenn jemand Scientology aus irgendeinem Grund verlässt, wird er meist zum SP ernannt. Als SP muss jeder, den du innerhalb der Kirche kanntest, jeglichen Kontakt zu dir abbrechen. Wenn man also die Kirche verlässt, wird man meistens jeden verlieren, der einem während seiner Zeit als Scientologe wichtig war.

Jenna Miscavige Hill

Jenna ist die Nichte von David Miscavige, dem momentanen Oberhaupt von Scientology. Dies ist ein Brief, den sie am 25. Januar 2008 an Karin Pouw, die offizielle Pressesprecherin von Scientology, geschickt hat.

Wie ihr wisst haben meine Eltern im Jahr 2000 offiziell die Kirche verlassen, ich war damals 16 Jahre alt. Da ich, seit ich 12 Jahre alt war, von ihnen getrennt gewesen war und seit meiner Geburt vom Glauben der Kirche überzeugt gewesen war, hatte ich mich entschieden, nicht mit ihnen zu gehen.

Es wurde mir nicht nur verboten, mit ihnen zu sprechen, sondern über ein Jahr lang durfte ich nicht ans Telefon gehen, falls sie es waren, die mich anrufen. Dieses “Gesetz” wurde von einer Tracye Danilovich, der lokalen Verantwortlichen für das Religious Technology Center, das alle Briefe von meinen Eltern (und Freunden) unterschlug, unbarmherzig durchgeführt. Sie gab alle meine Briefe an Marc Rathbun (der damals in der Hierarchie der Kirche an zweiter Stelle stand) und Mike Rinder, der zufälligerweise der ehemalige Direktor eures Amtes, des “Office of Special Affairs” (ihr könnt mir später dafür danken, dass ich dieses nicht näher ausführe). Erst nachdem diese die Briefe gelesen hatten und entschieden hatten, dass ich sie lesen dürfe, bekam ich die Briefe. Ich musste sie unter ihrer Beobachtung lesen und ihnen danach meine Meinung zu den Briefen sagen.

Im Alter von 16 bis 22 Jahren durfte ich einmal im Jahr, für maximal 3-4 Tage, meine Eltern besuchen, aber erst, nachdem meine Eltern mit einem Gerichtsverfahren gedroht hatten falls die Kirche mir verbieten würde, mich zu sehen, und selbst dann nur, wenn ich mich eines Sicherheits-Checks unterzog bevor ich sie sah, und sofort nachdem ich zurückkam. Ein Sicherheits-Check ist eine Befragung (für gewöhnlich darüber, ob ich vorhabe, die Kirche zu verlassen, oder um herauszufinden, ob meine Eltern irgendetwas schlechtes über die Kirche gesagt haben, etc.) bei der man an einen E-Meter angeschlossen ist, ein Gerät ähnlich wie ein Lügendetektor. Das passierte jedes Mal, wenn ich sie sah (was nie mehr als für 3 oder 4 Tage im Jahr waren).

-Jenna Miscavige Hill: Brief an die Pressesprecherin von Scientology +Mehr

Ein Brief an Amanda von ihrem Vater

Liebe Amanda,

Als ich letztens eine Kiste mit alten Audio-Kassetten durchgesehen habe, ist mir eine in die Hände gefallen, die ein paar alte Erinnerungen zurückgebracht hat. Eine selbstaufgenommene Kassette der Country-Sängerin Claire Lynch; auf dem Etikett steht handschriftlich: “Für den besten Papa der Welt”. Das ist deine Handschrift, Amanda. Ich erinnere mich, wie du mir die Kassette gegeben hast.

Es war während einem meiner langen Sommer-Besuche, wahrscheinlich vor etwa zehn Jahren. Du, dein Bruder Ben und ich waren mit einigen Freunden in den Süden von Wyoming gefahren, um ein mehrtägiges Country-Festival zu besuchen. Die Umgebung war wunderschön: hochgelegen, flach, und offen, mit Ponderosa-Wäldchen und großen Granitfelsen. Wir haben in Zelten gewohnt und unsere Zeit damit verbracht, Konzerte anzusehen, im Wald zu spazieren, auf die Felsen zu klettern und in der frischen, klaren Luft von Wyoming einfach nur Spaß zu haben.

Ich weiß nicht mehr, wer die einzelnen Künstler waren, aber ich kann mich erinnern, dass wunderschöne Stimme von Claire Lynch mir besonders gefallen hatte, und ich weiß noch, wie überrascht und glücklich ich war, als du mir die Kassette gegeben hast.

Ich war erfreut über die Aufschrift. Ich war “der beste Papa der Welt”, und das wussten wir. Es war natürlich einfach, diese Rolle zu erfüllen, wenn man die besten Kinder der Welt hatte: Dich und Ben.

Was für eine wunderschöne Zeit wir hatten! Wir waren zeitweilig eine dreiköpfige Familie, und wir genossen unsere Liebe füreinander.

Nun denk einmal weiter, an den Dezember 1998, als du mir einen Brief geschrieben hast, in dem du mir gesagt hast, dass du keinen Kontakt mehr mit mir wünschst, auf keine Weise. Wie konnte deine Liebe zu mir sich so grundlegend geändert haben?

Die Antworten auf diese Frage sind komplex und faszinierend. Sie berichten von Falschheit, Verrat und Manipulation. Sie berichten von der Scientology “Kirche”. Es ist ein Bericht, den ich wiedergeben muss.

Dies ist meine Version der Geschichte. Es ist ausserdem mein Geschenk für dich zu deinem achtzehnten Geburtstag. Es ist die Wahrheit, wie ich sie sehe; und als solches ist es das liebevollste Geschenk, das ich dir machen kann.

Siehst du, liebe Tochter, trotz allem was wir durchgemacht haben, liebe ich dich sehr. Ich vermisse dich schrecklich.

Ex-Scientology Kind Vivien berichtet

Mark Bunker interviewte im Jahr 2000 die Ex – Scientologin Vivien.

Sie wuchs in dem Kult auf. Mit 13 wurde sie Mitglied der paramilitärischen Sea Org. Sie entschied sich dazu Scientology zu verlassen, dadurch wurde der Kontakt zu ihrer scientologischen Familie abgebrochen oder besser ausgedrückt, ihre scientologische Familie darf keinen Kontakt mehr zu Vivien haben….

Kinder in der Sea Org

Scientology bestreitet, dass es Kinder in der Sea Org, paramiltärische Eliteorganisation Scientologys, gibt. Dieses Video zeigt das Gegenteil.

Der Tagesablauf eines “Cadet Org” Kindes:

We’d wake up around 6:30 AM on Mondays through Fridays. We had exactly half an hour to clean up the room and a higher rank cadet, security guard or Atalia herself would check the rooms up before we could go to breakfast.

We had breakfast for a half an hour until 7:30 when we had to clean up. We’d get assigned places to clean. Some would get kitchen, dinning room, bathrooms, yard, pool cleaning, laundry cleaning, getting the courserooms ready, etc., then we had school from 8 AM till 11 AM. When we had break, we’d go up to the kitchen and snack something for free or otherwise had the canteen where we could buy a snack (all sugarless though, we could only have sugar from Friday night to Saturday night).

11:15 back to school until 13:00 for lunch, which was a half an hour as well, then we had clean up till 14:00, where we’d go into the cadet room (sort of like a empty carpeted enclosed place where we’d do drillng such as naval marching techniques and briefing, kind of like the training you see in army movies). At 14:30 the bus would come and pick us up to go to the base (that’s what we called the area of the FH, CB, Coachman, etc…) and do office work such as stuffing envelopes, organizing pay checks, working at the place where they print the policies (it’s called mimmio and it’s placed right up the street from the CB like a block and a half or so), etc.

In earlier days we were only allowed to go to the base on rare occasions. That’s why you read stories where cadets didn’t see their parents for weeks and even months. We’d get assigned worksheets for jobs at the QI [previous location of Cadet Org; no longer owned by CoS] like painting, cleaning warehouses, cleaning dorms, trimming plants, stuff like that, all gardening and maintainance work. The going to base part started around 2003.

We’d have dinner at 5PM with our parents at the base (this is as i said, applied since 2003, otherwise we’d have dinner at 7PM at the QI). We had school at night again from 7:30 to 9:00 PM. This was different school work because at night we only did Scientology studies, courses from delphi, true school, LRH courses, etc. Also SO courses like etiquete, grooming, cleaning, etc.

We’d then have half an our to get ready for bed and lights off at ten o’clock.

On Saturdays we had a simmilar arrangement as the normal SO staff, we’d have a day off every 2 weeks if we had our stats up, hopefully it was the same day as our parents libs day so we could spend the day with them (it almost never happened though). The kids that didn’t have the day off would stay at the QI, have assignments through out the day and on the afternoons they’d have to white-glove their rooms (meaning we had to clean from top to bottom and leave it so clean a white glove would be passed around and not get a single stain). Saturday night was movie night for the cadets that weren’t grounded for their stat-down, it was also hamburguer and hot dog day, sugar day and video game day, it was sort of like a day a week of beeing almost a normal kid…

Sundays were no different from Saturdays except for the white glove part.

Weitere Infos hierzu finden sich hier und hier.

Andere

Überall im Internet findet man Berichte von Menschen, die durch die “Disconnect Policy” von Scientology ihre Familie verloren haben. Auf Xenu-Directory.net findet ihr einige davon. Auf Kindsein in Scientology gibt es Informationen über Disconnection und dem psychischen Missbrauch der täglich an Kindern und Jugendlichen in der Scientology Organisation verübt wird.

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